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18. März 2012

"Käsfüß"


Käsfüß... saftig, knusprig, flauschig, lecker... einmal angefangen fällt es wirklich schwer wieder aufzuhören... sind aber auch lecker.

Bei Tante Moni zuletzt zum Begrüßungssekt geknuspert, vor Kurzen für die Sportmädels gebacken und nun hier für euch: schwäbische Käsfüß. Ob es den Ausstecher deutschlandweit zu kaufen gibt?! *g*



für ca. 25 Käsfüß

200 gr Mehl
120 gr Butter
200 gr Emmentaler, gerieben
2 EL Creme fraiche
Salz, Pfeffer


Mehl
Ei
Sesam, Mohn, Paprika, ...






Aus den Zutaten einen glatten Mürbeteig kneten und für ca. 30 min in den Kühli stellen.

Backofen auf 180°C vorheizen.

Arbeitsfläche bemehlen und den Teig ca. 0,5 cm dick  auswellen.
Mit einem Fuss-Ausstecher rechte und linke Füsse ausstechen.
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen, mit Ei bestreichen und mit Sesam, Paprikapulver, Kräutersalz, Mohn, Kümmel, .... bestreuen.

In ca. 12 min knusprig goldbraun backen.
Am besten sind die Füßle wenn man sie am Verzehrtag bäckt. Klar, eigentlich ... ;-)




26. März 2011

"Fleischküchle" mit Feta


Bei uns im Schwabenland sagt man zu Bulletten "Fleischküchla". Ich hatte beim Metzger frisches Hack gekauft und dies wollte verarbeitet werden, da ich a bissle viel gekauft hatte, wir aber keine Gefriere haben, musste alles weg und ich entschied mich für Fleischküchle, weil die auch am nächsten Tag kalt schmecken.
Damit se nicht so "normal" daher kommen, hab ich einen Feta eingearbeitet, kann aber wenn man das nicht mag oder möchte einfach weggelassen werden.




400 gr Hackfleisch, gemischt
1 TL Chillisenf
Salz, Pfeffer
200 gr Feta
1- 2 Schalotte
Petersilie, Schnittlauch
1 Ei (L)








Hackfleisch zusammen mit dem Senf, dem Ei, den geingeschnittenen Schalotten, den Gewürzen und frischen, gehackten Kräuter in eine Schüssel geben und mit den Händen zu einem geschmeidigen Fleischteig kneten.
Kleine "Küchle" formen und in einer Pfanne (Olivenöl) kross anbraten.Darauf achten, dass die Hackbällchen innen durch sind!
Bei uns gab es Brot dazu. Das war fein.




27. Februar 2011

schwäbische Wurstspätzla

Die Mama kam mit einem alten Rezept daher. Sie hat dies als Kind schon gegessen und ihre Mutter hat das von ihrer Mutter und so weiter. Ein typisches schwäbisches arme Leute Essen, welches sich von Generation zu Generation vererbt hat.
Nu gut, jetzt bin ich also dran. Geschmeckt haben die Wurstspätzla gut, allerdings braucht man nen Salat dazu. Klassischerweise muss dies wohl Kartoffelsalat sein, was ich nicht so recht versteh, daher war mir ein Feldsalat lieber. Tomatensalat könnt ich mir auch noch gut vorstellen. Aber probiert selbst...



man braucht:
einen festen Spätzlesteig, s. Spätzla 

200 gr gerauchte Schinkenwurst, fein gewürfelt
frische Kräuter
Salz, Pfeffer
1 Knoblauchzehe

Butter





einen festen Spätzlasteig zubereiten
Schinkenwurst in feine Würfelchen schneiden. Kräuter hacken.
(Salz-)wasser zum kochen bringen.
Die Wurst, die Kräuter, gepressten Knobi, Salz und Pfeffer unter den Spätzleteig mischen.
Mit zwei kleinen Löffelchen "Spätzla" ins siedende Wasser schubsen, bitte einigermaßen filigran arbeiten *g*
Sobald sie oben schwimmen abschöpfen.
Die garen Wurstspätzle in etwas Butter in einer Pfanne leicht schwenken. Eventuell noch einmal nachwürzen.

Salat dazu und fertig ist ein typisch schwäbisches Gericht.
An Guada!




10. Februar 2011

"g´röste Spätzle mit Ei, dazu a Salätle"


Es sind noch Reste da!
Daher komm ich heute mal ganz schwäbisch-sparsam, aber nicht minder lecker daher. Keine große Kochkunst, einfach nur: schnell, gut und zu jeder Zeit lecker.
Solltet ihr also mal ein paar Spätzle übrig haben, aus Überproduktionen, dann ist das ein prima Resteessen. Schmeckt groß und klein und muss sich absolut nicht verstecken! Ich mach meist ein paar mehr, weil sie angebraten mindestens genauso lecker sind wie frisch. Solltet ihr schleunigst testen.

Zuerst zum Salat, allgemeinhin bekannt als Feldsalat, heißt er bei uns hier im Südwesten Ackersalat.
Den Ackersalat gut waschen und ordentlich trocknen.

Aus 3 El Balsamico
4 EL bestem Olivenöl
1 TL Senf
1/2 TL Honig
Salz, Pfeffer
ein Dressing erstellen.

Ordentlich mischen, damit´s eine gute Emulsion gibt!

Tomaten und Pilze säubern und kleinschneiden.








Spätzle
2 Eier
etwas Butter
1 EL Öl
Salz, Pfeffer

In einer Pfanne die Butter und das Öl zergehen lassen, die übriggebliebenen Spätzle, falls es sowas tatsächlich gibt ;-) in die Pfanne geben und knusprig anbraten.





Zwei Eier, unzerquirlt, auf die Spatzen geben, würzen. Mit zwei Gabeln das Ganze vermischen. Wenn das Ei durch ist und nicht mehr glibbert, dann "ischs ferdich und kommt uff dr Disch."

Den Salat noch schnell marinieren, auf die Teller fertig los ...

Lasset´s euch schmecken!


22. Dezember 2010

Schwäbischer Wurstsalat

Der Klassiker für nach den Feiertagen oder mal abends, für Zwischendurch, ..., wenn es einem `herzhaft´ zumute ist, dann ist ein schwäbischer Wurstsalat genau das Richtige.
Ganz klassisch ist natürlich Schwarzwurst mit drin, wer das nicht mag, der lässt sie weg und landet in Bayern oder in der Schweiz, je nachdem ob Käse rein kommt oder nicht...


für ca. 4 Personen - kommt aber auf den Hunger an ;-)

400 gr. Schinkenwurst
250 gr. Schwarzwurst
1 Zwiebel
2 Frühlingszwiebeln

8 EL Öl
6 EL Essig
Salz, Pfeffer
1 EL Senf

Limburgerkäse




Schinkenwurst und Schwarzwurst in dünne Streifen schneiden - ich meine die Dicke und nicht die Breite ;-)
Zwiebel in Ringe oder in kleine Würfel, ebenfalls die Frühlingszwiebeln.
Aus Essig (ich nehme -trotz Protesten- Balsamico), Öl, Salz, Pfeffer und Senf eine Vinaigrette mischen.
Die Wurst mit der Salatsoße mischen und für ca. 30 min ziehen lassen.

In der Zwischenzeit den Limburgerkäse putzen in Scheiben schneiden und mit der Salatsoße begießen. Ein paar Zwiebelringe zur Deko. Ich serviere Wurst und Käse getrennt, denn Limburger ist nicht jedermanns Sache...

Brot, Tomaten und saure Gürkchen dazu und: Schnäbele auf - Gabeln rein...



14. Dezember 2010

schwäbischer Wirsing

1 Wirsingkopf
4 Kartoffeln
2 Karotten

Bauchspeck
1 Knoblauchzehe
2 Scheiben Ingwer

ca. 1/2 - 1 l Gemüsefond
1 Butterwürfel




Der Schwabe ansich weiß genau, was Wirsing ist und wie er zubereitet auszusehen hat. Man isst es als `pürierte Pampe´, manche würden es auch als eine zu dick geratene Suppe bezeichnen. Optisch ist das wirklich nicht weit vorn, aber geschmacklich *schleck*. Es gibt unzählige andere Zubereitungsarten, hier und heute ist die schwäbische dran. Meine Oma hat das früher jeden Freitag für uns gekocht und mein Paps kann ein Lied davon singen, wie oft es das bei seiner `Emma´ gegeben hat... Ok, und nun los...

Wirsing, Kartoffel und Karotten waschen.
Knoblauch, 2 Scheiben Ingwer und den Bauchspeck (ich hab heute gewürfelten genommen) in etwas Schmalz andünsten. Kartoffeln und Karotten dazugeben, leicht angehen lassen, mit 1/2 l Gemüsefond ablöschen. Wirsingblätter mit in den Topf geben. In ca. 30 min weich garen.
Zu guterletzt den Pürierstab hervorzaubern und alles mixen. Den Bauchspeck, wenn er als Scheibe verwendet wurde, natürlich nicht. Die kalte Butter zum Schluß mit rein mixen.
Dazu passen am Besten, wie bereits erwähnt, hand g´schabte Spätzla ;-)

9. Dezember 2010

schwäbische Linsen

Hm, ich liebe Linsen! Mein Testesser sagt, ich bin ein Linsenkind. Meine Lieblingstante nannte mich früher schon immer Bohnenkind, ich hab also meinen Ruf weg ;-) Echte Kernbohnen, das gibt es nächstens hier, ist so ähnlich wie Linsen, nur eben aus Kernbohnen.

So nun aber erstmal: Linsen mit Spätzle. Schwäbischer geht´s kaum... echte Hausmannskost, ähnlich einem Eintopf. Bei mir ist´s keine Pampe, eher suppenartig, so ein Zwischending. Wer mag, kann ja mal vorbeikommen...
Wichtig ist, dass man kleine Linsen nimmt: Berg- oder Champagnerlinsen sind meine Favoriten. Kartoffel, Karotte mit rein - und los geht´s. 


für 2 Personen

250 gr Linsen
2 kl Kartoffeln
2 kl Karotten
1 Scheibe Bauchspeck
4 EL Balsamico
ca. 0,5 l Wasser
0,5 l Gemüsefond
Salz
Chillischote
Petersilie / Lauch 

Butter / Mehl





Kartoffeln und Karotten säubern und in Würfel schneiden. Den Bauchspeck in einem Topf auslassen und zusammen mit den Kartoffeln und Karotten leicht anbräunen. Linsen dazugeben und mit Wasser ablöschen.
Für ca. 30 - 40 min leicht köcheln lassen. Darauf achten, dass es nicht zu stark kocht, da sonst die Linsen platzen. Auch wichtig: erstmal nicht würzen.

In der Zwischenzeit Spätzle zubereiten.

Sobald die Linsen weich, aber noch bissfest sind, mit Balsamico, Salz und 1 Chillischote würzen. Je nach gewünschter Flüssigkeitsmenge Gemüsefond dazugeben. Weiter simmern lassen.
In einem kleinen Topf 1 El Butter zerlassen und mit 1 El Mehl eine Mehlschwitze zubereiten. Mit Gemüsebrühe ablöschen. Diese "Pampe" zu den köchelnden Linsen geben und diese damit andicken. Kleingehackte Petersilie und den in kleine Ringe geschnittenen Lauch dazugeben.
Wer mag kann noch ein Saitenwürstle dazu servieren.


Gut, optisch sind schwäbische Linsen jetzt nicht so´n Kracher, aber das ist mir sowas von egal - in diesem Fall: es schmeckt einfach genial!

So, und wer mag nun zum Essen kommen?





8. September 2010

Hand g´schabte Spätzla

Wer liebt sie nicht? - die handgeschabten Spätzla. Ich muss ja sagen, dass ich ausschließlich handgeschabte esse, alles andere sind Nudeln und die haben mit Spätzla nix zu tun ;-)
Als Kind hab ich meiner `Nürtinger Oma´ über die Schulter geschaut und irgendwann dann selbst losgeschabt - ist gar nicht so schwierig. Wem es zu viel Aufwand ist, der kann se natürlich auch durchdrücken *heul*.
Gut, also heute gibt es Wirsing mit Spätzla. Hat sich meine Schwester gewünscht. Aber erstmal nur die Spätzla, kann man immer und überall und zu allem essen. Da heißt es aufgemerkt und losgeschabt:


me.las Grundrezept


Spätzla für 2 Personen
200 g Mehl
100 g Hartweizengrieß
2 Eier
150 ml Milch
1 TL Creme fraiche
Salz,
ein Schluck Gemüsefond







Alle Zutaten zu einem zähen, klebrigen Teig vermengen und solange schlagen, bis sich Blasen bilden. Eventuell noch bissle Mehl oder Milch reinkippen.
Kurze Zeit ruhen lassen.

Wasser aufsetzen, zum kochen bringen, ordentlich Salz rein.
Spätzla schaben oder pressen. Aufkochen lassen, sobald die lecker Teilchen oben schwimmen abschöpfen.